Wut, Traurigkeit oder Freude? – Warum es so wichtig ist, dass du deine Gefühle benennst und wie du das lernen kannst
Ich bin wirklich wütend – ich will nämlich heute Topfen Reinkerln (Quark Laibchen) kochen und hab doch tatsächlich die falschen Kartoffeln gekauft – nämlich speckige, statt mehlige und jetzt muss ich nachher noch mal los, sonst wird das nichts.

Keine Sorge, hier gibt es keine Kochrezepte – obwohl die Topfen Reinkerln nach dem Rezept meiner Oma wirklich gut schmecken. Nur so viel: Das Geheimnis ist Butter. Viel Butter. 😉
Heute schreibe ich, weil es so wichtig ist, dass wir unsere Gefühle benennen. Gerade in Konfliktsituationen bringt uns das wirklich weiter. Wir drücken damit aus wie es uns geht und unser Gegenüber kann das dann auch hören und muss nicht raten oder gar Gedanken lesen.
Wir fühlen uns auch weniger ohnmächtig, wenn wir unsere Gefühle benennen und auch irgendwie ein Stückchen freier und stärker.

Ein paar Dinge solltest du dabei allerdings beachten.

Verwende so viele Ich – Botschaften wie möglich.

Wenn es dir so geht wie mir, kannst du diesen Ratschlag wahrscheinlich schon nicht mehr hören und außerdem ist es anfangs echt schwer, seine Gefühle mit Ich – Botschaften auszudrücken.

Aber keine Angst – ich habe da ein paar Tipps für dich.
Ich – Botschaften helfen wirklich. Ganz einfach, weil wir mit ihrer Hilfe ganz bei uns bleiben und nicht auch noch unser Gegenüber angreifen.
Überleg doch mal, womit kannst du leichter umgehen, wenn jemand zu dir sagt: “Ich bin gerade so wütend,” oder wenn dieselbe Person sagt: “Du machst mich gerade so wütend.”

Beim Schreiben musste ich den zweiten Satz gerade drei Mal lesen, so falsch klingt er schon für mich.
Und damit bin ich auch schon bei meinem zweiten Tipp:

Leg dir ein paar Standardsätze parat.

In akuten Konfliktsituationen ist es schwer klar zu denken und dann auch noch die ungewohnten Ich-
Sätze zu formulieren ist gleich noch mal schwerer.

Das muss nicht sein. Mit zwei oder drei, kurzen, vorbereiteten Sätzen kommst du schon mal echt weit.
Welche das sein können? Wie fühlst du dich denn in einer Konfliktsituation?
“Ich bin wütend.”
“Ich bin traurig.”
“ich kenn mich grad nicht aus.”

Ja das klingt anfangs oft gekünstelt, deshalb kommt mein Tipp Nr. 3.

Üben, üben, üben und dann kannst du es.

Schon wieder sowas, was wir nicht hören wohlen. Üben. Bäh. Kann das nicht gleich funktionieren? 😉
Meistens nicht und das ist ok. Du wirst sehen, bald wird es leichter.
Sei nachsichtig mir dir, wenn es nicht immer und nicht sofort klappt, deine Gefühle zu benennen und feiere ruhig und klopf dir auf die Schulter, wenn es mal so richtig gut geklappt hat.

Ich bin mir sicher, du machst das toll.

Wie fühlst du dich in einer Konfliktsituation? Welche Sätze nimmst du in dein Repertoire auf?

Schreib mir, ich bin, wie immer neugierig.

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Hallo, ich bin Julia, Expertin für achtsame Kommunikation in der Familie und einem bedürfnisorientierten Alltag voller Gelassenheit.

Als Mama von drei Kindern und mit der Erfahrung aus über 8 Jahren Elternbildungsarbeit liegen mir Familien mit Kindern und ihre Bedürfnisse besonders am Herzen. Kommunikation und die Macht der Sprache faszinieren mich und begleiten meinen beruflichen Alltag als Mediatorin. viele Mediationstechniken sind im Familienalltag besonders hilfreich und deswegen bin ich heute hier: ich will dich an meinem Wissen und meiner Erfahrung teil haben lassen.

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